• Steffi_freie Rednerin

Traurituale / symbolische Handlungen - meine Top 8

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Die meisten von euch haben bestimmt schon davon gehört oder es sogar schon selbst miterlebt – die Klassiker aller symbolischen Handlungen während einer freien Trauung - das Sandritual, Luftballons steigen lassen oder das Weiterreichen der Ringe durch die Gästereihen! Aber gibt es nicht auch noch etwas anderes?

Auf jeden Fall – es geht noch viel persönlicher und individueller! Hier kommen einmal meine aktuellen Top-8 der Traurituale. Wobei der letzte Punkt natürlich mein absoluter Favorit ist!




1. Feuerschale

Richtig schön finde ich den Brauch die Wünsche eurer Gäste gemeinsam zu verbrennen. Hierfür kann wunderbar eine Feuerschale zum Einsatz kommen. Die Gäste können ihre guten Wünsche für euch auf einen Zettel schreiben und während eines Liedes, werden diese in das Feuer gegeben, welches Braut und Bräutigam bereits gemeinsam entzündet haben. Auch ihr könnt eure persönlichen Treueversprechen ins Feuer geben. Im Internet findet ihr zudem tolle individuelle Feuerkörbe und -schalen.


2. Traukerze

Die Traukerze als Klassiker bietet so viele schöne Optionen!

Wer zündet die Kerze an? Braut und Bräutigam zünden jeweils eine eigene kleine Kerze an. Dies steht als Symbol für eure eigenen Leben und Erfahrungen. Anschließend zündet ihr damit eine gemeinsame große Kerze an. Deren Flamme soll das Glück und die Liebe in den Himmel tragen. Eine andere Option wäre, dass eure Eltern die Traukerze gemeinsam entzünden und ihre individuellen guten Wünsche an euch richten.

Wer bringt die Kerze? Auch das Bringen der Kerze kann Bestandteil der Zeremonie sein! Entweder steht Sie schon vorne auf einem Tisch oder Sie wird z.B. von einem Kind, den Großeltern oder Trauzeugen gebracht.

Und auch bei der Gestaltung der Traukerze sind kaum Grenzen gesetzt – von einer einfachen Kerze bis hin zu einer personalisierten Handgemachten ist alles möglich. Und das Windlicht bei stürmischen freien Trauungen nicht vergessen!



3. Handfasting

Dies ist ein altes schottisches Ritual, in dem die Brautleute durch ein Band miteinander verbunden werden. Dadurch fließen die Kräfte der 4 Himmelsrichtungen, der Erde und des Himmels in den Ehebund ein und ihr werden in der Mitte dieser Kraft vereinigt. Schön ist, dass bereits bei der Auswahl der Bänder keinerlei Grenzen gesetzt sind – ob Segelseil für Seglerpaare, Stoffstreifen, Dekobänder oder die Krawatte des verstorbenen Papas. Die Farben passend zum Dekokonzept, eure Lieblingsfarben oder doch Farben mit einer entsprechenden Bedeutung. Auch individuelle Symbole oder kleine Gegenstände, welche euch mit euren Trauzeugen, Eltern und Kindern verbinden, können mit eingebunden werden. Eure Gäste (am besten auf Eltern, Trauzeugen, etc. beschränken) können diese Gegenstände während der Zeremonie „anflechten“ oder lose Bänder verbunden mit ganz persönlichem Wunsch über eure verbundene Hände legen. So werdet ihr immer stärker miteinander verbunden. Beim Handfasting hat man die tolle Möglichkeit, den Ringtausch und das Eheversprechen anzuschließen, vor ich am Schluss die losen Bänder zu einem Unendlichkeitsknoten verbinde.



4. Schutzkreis

Bei dieser symbolischen Handlung wird ein Kreis aus Blumen und Kräutern um euch gestreut. Jeder Gast bzw. eine Gästeauswahl, kann sich eine bestimmte Kräuter- oder Blumenart aussuchen und diese in einem Kreis um euch herumstreuen. Diese ist immer mit einem Wunsch an das Paar oder einer Bedeutung verbunden, welche ich während des Streuens vorlese. Hier können außerdem Windlichter mit in den Kreis integriert werden, welche von euren Freunden zusammen mit einem individuellen Wunsch an euch entzündet werden.



5. Streitbox

Diese Box dient eurer Versöhnung beim ersten Ehestreit. Im Rahmen der symbolischen Handlung wird diese Kiste gefüllt. Eure Gäste können z.B. Ihre guten Ehetipps aufnotieren und in die Streitbox legen. Ihr beide selbst schreibt im Vorfeld einen Brief für den jeweils anderen - z.B. mit 10 Gründen, was ihr an eurem Partner über alles liebt. Auch diese Briefe werden in die Kiste gelegt. Außerdem schön ist noch eine Flasche Wein von der Hochzeit oder andere persönliche Gegenstände, welche euch wichtig sind. Anschließend wir die Kiste zugenagelt oder mit einem Schloss versehen. Die Box darf dann beim ersten großen Ehestreit geöffnet und auf den dann hoffentlich vergessenen Streit angestoßen werden.



6. Baum pflanzen

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Auch ein Klassiker wie ich finde, aber immer noch eines meiner liebsten Traurituale ist es, einen Baum zu pflanzen! Da die meisten ja nicht direkt zu Hause heiraten, kann dafür ein toller großer Pflanzenkübel genutzt werden. Eure Gäste könnt ihr richtig schön miteinbeziehen, indem ihr Sie bittet, ein kleines Tütchen Erde von Ihrem Wohnort oder dem eigenen Garten mitzubringen (vielleicht schickt ihr direkt mit der Einladung ein passendes Tütchen oder Stoffsäckchen mit). In der Zeremonie selbst pflanzt ihr dann den Baum und die Gäste geben die Erde ihres Wohnortes dazu. Alternativ zur Erde kann auch ein individueller und persönlicher Wunsch der Gäste für euch an den Baum gehängt werden. Dafür ist es gut, passende Papieranhänger an die Gäste zu verteilen. Später könnt ihr Baum in den heimischen Garten pflanzen.



7. Zeitkapsel

Als Zeitkapsel kann eine schöne Holzkiste oder -truhe dienen. Hier könnt ihr, ähnlich wie bei der Streitbox, zwei Liebesbriefe hineingeben, Wünsche der Gäste für das Brautpaar integrieren und 2 Flaschen eures Hochzeitsweins, eine CD mit eurem Hochzeitslied, eine Tageszeitung, ein Kleidungsstück eures Kindes oder was euch sonst noch wichtig ist. Die Kiste wird anschließend zugenagelt oder verschlossen und ihr könnt Sie entweder im Garten vergraben oder im Keller aufbewahren und nach zum Beispiel 5 Jahren wieder öffnen oder nach der Erinnerung „graben“.


8. Individuelles Ritual gemäß euren Hobbies, Interessen oder Leidenschaften

Mein absoluter Favorit sind natürlich die individuellen Traurituale, die sich ganz nach euren Interessen, Leidenschaften, Hobbies oder eurer Kennenlerngeschichte richten. So kann ich euch hier auch nur einmal ein paar schöne Beispiele nennen:


Ihr kocht total gerne!

Warum keine Gewürzmischung in der Zeremonie anfertigen. Jeder von euch erhält je 3 Gewürze (zu deren Bedeutung ich etwas sage) und diese werden feierlich miteinander vermengt. Hier können auch richtig toll die eigenen Kinder miteinbezogen werden. Und vielleicht bekommen genau diese Gewürzmischung die Gäste auch als Gastgeschenke!


Ihr habt euch beim Fußball / auf einem Konzert / im Supermarkt kennengelernt? Warum nicht einen Fußball / ein Musikinstrument oder eine Packung Nudeln während der Zeremonie mit guten Wünschen der Gäste beschriften lassen?



Ihr habt euch in der Disco kennengelernt? Wie wäre es einen Hochzeitscocktail zu mischen? Dies läuft im Prinzip ab wie bei der Gewürzmischung, nur dass ihr dann im Anschluss auf eure Verbindung zusammen mit den Gästen anstoßen könnt!

Ihr esst jeden Morgen ein Marmeladenbrot! Dann schmiert euch doch während des Traurituals ein Brot und beißt gemeinsam davon ab!

Ihr liebt Reisen!

Jeder Gast soll euch seinen persönlichen Reisetipp aufschreiben und alle Tipps werden in einen alten Reisekoffer für euch gepackt.


Ihr kauft euch immer ein besonderes Stück Kuchen am Sonntag?

Warum dann nicht diesen Kuchen während der Zeremonie gemeinsam essen bzw. euch gegenseitig füttern?


Am besten überlegt ihr einmal zusammen oder gemeinsam mit mir, was für euch Sinn macht!

Durch das Trauritual habt ihr die Möglichkeit, eure Gäste mit in eure Trauung einzubeziehen, so dass Sie ein Teil eurer Zeremonie werden und außerdem könnt ihr eine wundervolle Erinnerung für euch schaffen!

Ich freue mich auf all die individuellen Traurituale die wir gemeinsam in diesem Jahr bei euren freien Trauungen schaffen!

In diesem Sinn, macht's euch hübsch!

Eure

Steffi

Stefanie Burger - freie Rednerin (IHK)

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